Projekt Handaufzucht bei einem Kanarienvogel

 

Tag X: nach einigen Tagen der Beringung fand ich einen Jungvogel auf dem Käfigboden, zuerst setzte ich diesen wieder in sein urspüngliche Nest zurück.
Eine Verwechslung des Nestes war ausgeschlossen, da nur ein Paar Kanarien in der Voliere vorhanden waren und das Gelege zuvor bekannt war.
Nach ca. 10 Minuten stellte sich das Jungtier auf den Nestrand um anschließend kopfüber aus dem Nest zu springen.

Was tun? Ein erneutes zurücksetzen in das Nest erschien nicht erfolgsversprechend!

Um das Jungtier zu retten, fasste ich den Entschluss, den Vogel von Hand groß zu ziehen.

Da solch junge Tiere noch nicht selbständig fressen können und auf die Elterntiere angewiesen sind musste ein Fütterungsstrategie her.

Was füttern?

Hierzu verwendete ich von Links nach Rechts:

1.) Extro-grün-gelb von Hungenberg

2.) Witte Molen Eifutter feucht

3.) hartgekochtes Ei püriert

Zunächst wurden die Extro-Perlen 20 Minuten in Wasser eingeweicht, danach wurde das pürierte Ei hinzugefügt und zu einem Brei verrührt.

Dieser Brei sollte eine cremige Konsistenz haben, damit der Brei leicht aus der Spritze austreten kann.

Das hinzufügen von dem genannten Eifutter hat sich nicht bewährt, da dieses zur Verstopfung der Spritze führte.

Am ersten Tag sperrte der Jungvogel seinen Schnabel nicht auf, so dass nachgeholfen werden musste.

Mit dem Fingernagel wurde der Schnabel leicht geöffnet und die Spitze der Spritze eingeführt. Mit leichtem Druck wurde der Brei aus der Spritze in den Schnabel des Vogels gedrückt.

Hierbei ist zu beachten, dass kein Brei unter die Zunge des Vogels gedrückt wird, da sonst das Tier erstickt.

Fütterungsintervalle: 1 bis 1,5 Stunden

 

 

Am nächsten Morgen hat der Vogel seinen Pfleger bereits ungeduldig erwartet. Nun klappt die Fütterung problemlos, da der Vogel beim Anblick der Spritze bereits seinen Schnabel selbständig öffnet und Bettellaute von sich gibt.
Nun muss das Jungtier auch nicht mehr in der Hand gehalten werden, da dieses Vertrauen gefasst hatte und bereitwillig auf den Finger hüpfte.

 

Fortsetzung folgt.

 

         © Frank Nedele
E-Mail: webmaster@vogelverein-reutlingen.de
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