So stressfrei wie möglich

Zuchtschau - Rund 400 Vögel aus fünf Kontinenten zeigte der Kreisverein »Kanaria 03 und Exoten« am Wochenende in Betzingen. Gäste kamen auch aus Roanne

REUTLINGEN-BETZINGEN.
Rund 400 Vögel aus fünf Kontinenten zwitscherten am Wochenende in der Betzinger Julius-Kemmler-Halle um die Wette. Wieder hatte der Kreisverein »Kanaria 03 und Exoten« zu seiner großen bunten Vogelschau eingeladen. »Dies Ereignis ist für uns immer ein Höhepunkt im Vereinsjahr«, erklärt Vorsitzender Wolfgang Ankele. Denn wenn bei der Schau die schönsten Züchtungen prämiert werden, sind auch die Freunde aus den Partnervereinen dabei. In diesem Jahr waren es zwanzig Gäste aus Roanne. »Die Prager haben in diesem Jahr leider absagen müssen«, bedauerte Ankele, »sie haben aber versprochen, im nächsten Jahr ganz bestimmt wieder dabei zu sein

Eine ganze Menge Preise wurden wieder für die besten Züchtungen vergeben. Die Prüfer hatten beurteilt, ob sich die kleinen Exoten in unseren Breitengraden gut eingelebt haben, prüften Figur, Form und Farbe und vergaben Punkte für die Haltung, in der sich die Tierchen ihrem Betrachter präsentierten. Schließlich waren es insgesamt 240 prämierte Vögel, die an diesem Wochenende die Stars in der Kemmlerhalle waren. Jugendmeister wurde Kevin Sagi mit seiner Fife und der Spitzschwanzamadine. Außer Kevin gebe es noch sieben weitere Jugendliche im Verein, berichtete der Vorsitzende. Vereinsnachwuchs zu finden, sei gewöhnlich kein Problem. Ihn zu halten sei dagegen sehr viel schwieriger. »Die Jungen kommen zunächst mit den Eltern in den Verein. Sobald sie dann aber älter werden, haben eigene Interessen den Vorrang.

Vom Aussterben bedroht

Doch außer den gefiederten Preisträgern gab es in der Halle noch eine ganze Reihe mehr, oft seltene Vögel, zu sehen. Der Tucama Amazon ist inzwischen vom Aussterben bedroht und auch der Edelpapagei, der in seiner bunt geschmückten Voliere für das Publikum posierte, ist etwas Besonderes. Bei dieser Vogel-Gattung nämlich ist das Weibchen das schönere Geschlecht.

Es wäre Unsinn zu behaupten, dass dieses Spektakel den Vögeln gefällt«, erklärt Wolfgang Ankele. Doch der Verein achte darauf, dass in die Kemmlerhalle nur die Vögel ausgestellt werden, für die der Stress mit der neuen Umgebung und den vielen Besuchern kein Problem ist. Dass alles nach den Richtlinien des Tierschutzes abläuft, darüber wacht ein Veterinär.

Unter den Gästen war in diesem Jahr auch Elfriede Majer. Sie gehört zu den langjährigsten Mitgliedern des Vereins. Weil sie ein ganz besonderes Herz für Tiere hatte und jahrelang mit viel Engagement alle Tiere aufpäppelte, die Hilfe brauchten, wurde sie schon vor etwa 20 Jahren mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Damit, dass sie zunächst hier Vögel züchtete, habe alles angefangen, erzählt Elfriede Majer. Danach seien es immer mehr Wildtiere gewesen, um die sie sich gekümmert habe. Vögel seien dabei gewesen, Siebenschläfer und Hasen. Den Mitgliedern der Kanaria 03 fühlt sie sich auch heute noch verbunden. »Gut Hohl« - mit diesem Ruf gratulierten die Vogelliebhaber nach der Preisverleihung bei der Eröffnungsfeier zur Ausstellung am Samstagmorgen ihren Kollegen für die gelungenen Züchtungen. »Gut Hohl«, so Ankele, sei der Begriff für eine Gesangsart der Gesangskanarien. »Eigentlich werden diese Vögel bei uns gar nicht mehr gezüchtet, aber etwas Besseres ist uns bisher noch nicht eingefallen«, schmunzelte er. (GEA)

 

 

Quelle: Reutlinger Nachrichten    zur Originalseite

 

 

 

         © Frank Nedele
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